Glossar One-Shot-Signatur
Die B2C Online-Signatur: Effiziente Verträge durch One-Shot-Technologie
Die B2C Online-Signatur ist das digitale Äquivalent zur handschriftlichen Unterschrift und ermöglicht es Unternehmen, Verträge mit Endkund:innen vollständig online und ohne Medienbruch abzuschliessen. Während einfache digitale Bestätigungen für viele Alltagsprozesse ausreichen, erfordern hochregulierte Branchen wie das Finanz- oder Versicherungswesen eine rechtssichere Lösung auf höchstem Niveau. Da die User Experience massgeblich über den Erfolg von Geschäftsmodellen entscheidet, ist dieses Verfahren der Schlüssel, um die gesetzliche Schriftform ohne die üblichen Hürden in den Online-Kanal zu überführen.
Dieser Beitrag beleuchtet die rechtlichen Rahmenbedingungen der B2C Online-Signatur, die Vorteile automatisierter Abläufe für die Conversion Rate sowie die Relevanz dieser Technologie für digitale Geschäftsprozesse.
Die Herausforderung der Online-Signatur im B2C-Bereich
Bei herkömmlichen digitalen Signaturverfahren mit einer QES werden meist wiederverwendbare Signaturen eingesetzt. Dafür müssen sich in der Regel sowohl der/die Vertrags- bzw. Dokumentenaussteller:in als auch die Partei, die das Dokument signieren soll, zunächst auf einer Signaturplattform registrieren. Dies ist oft mit hohem Aufwand verbunden, beispielsweise durch die Erstellung eines Benutzerkontos, mehrfacher Identifikationen und das Setzen einer Authentifizierungsmethode zur Mehrfachsignatur.
Solche Prozesse sind für den B2B-Bereich sinnvoll, in dem regelmässig rechtsgültig zu signierende Dokumente verarbeitet werden. Im B2C-Bereich hingegen, wo eine Signatur meist nur einmalig benötigt wird (z. B. bei einem Versicherungsvertrag oder einem Kreditantrag), stellt dieser Aufwand für Laien eine erhebliche Hürde dar.
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Dies ist einer der Hauptgründe dafür, dass sich die QES trotz ihrer rechtlichen Gleichstellung mit der handschriftlichen Unterschrift bisher nicht breit durchgesetzt hat – schon gar nicht in Prozessen mit Endkunden.
Genau hier setzt die B2C Online-Signatur via One-Shot-Verfahren an: Sie eliminiert die Barrieren, indem sie die digitale Identitätsprüfung direkt in den Signaturvorgang integriert.
Funktionsweise: Identifikation und Signatur als Einheit
Mit der One-Shot-Signatur bietet PXL Vision eine Lösung, die ohne Medienbruch und ohne vorherige Kontoerstellung auskommt: Unternehmen stellen ihren Kund:innen einfach einen Link zur Verfügung, über den sie sich identifizieren und das Dokument direkt qualifiziert signieren können.
Der gesamte Prozess zur Online-Signatur ist digital, effizient und ohne App möglich. Das ist ideal für Geschäftsmodelle, die hohe Anforderungen an Sicherheit und Rechtsverbindlichkeit haben, aber gleichzeitig benutzerfreundlich sein müssen.
Der technologische Ablauf einer One-Shot-Signatur:
- Einstieg: Der/Die Nutzer:in startet den Prozess über einen Link (Browser-basiert, kein App-Zwang).
- KI-Identifikation: Das Ausweisdokument wird automatisiert geprüft und ausgelesen (via NFC-Schnittstelle), ergänzt durch einen biometrischen Abgleich via Selfie-Aufnahme (Liveness Detection).
- Zertifikatserstellung: Ein zertifizierter Vertrauensdiensteanbieter (TSP) erstellt im Hintergrund ein einmaliges Signaturzertifikat für diesen spezifischen Vorgang.
- Signatur-Freigabe: Der/Die Nutzer:in bestätigt die Signatur durch die Identitätsverifikation.
- Abschluss: Das Dokument ist rechtsgültig signiert.
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Rechtliche Rahmenbedingungen der B2C Online-Signatur
Die One-Shot-Signatur ist vollständig konform mit der europäischen eIDAS-Verordnung (Art. 25) sowie dem schweizerischen Bundesgesetz über die elektronische Signatur (ZertES).
- eIDAS (EU): Gemäss Art. 25 eIDAS darf einer elektronischen Signatur die Rechtswirkung nicht allein deshalb abgesprochen werden, weil sie in elektronischer Form vorliegt. Die QES geniesst zudem die Vermutung der Unversehrtheit der Daten und der Richtigkeit der Herkunftsangabe.
- ZertES (Schweiz): Die One-Shot-Lösung erfüllt die strengen Anforderungen an die Identifikation und Zertifikatserstellung im schweizerischen Rechtsraum.
- GwG-Prüfung: In Kombination mit einer geprüften Identifikation erfüllt sie ausserdem die Anforderungen des Geldwäschegesetzes (GwG) zur Identifizierung von Vertragspartner:innen bei Finanzgeschäften. Damit ist sie die ideale Lösung für Banken und Finanzdienstleister:innen, die Kreditverträge oder Depoteröffnungen rein digital abwickeln wollen.
Vorteile der One-Shot-Signatur
Die Implementierung des One-Shot-Verfahrens bietet Unternehmen signifikante strategische Vorteile:
- Benutzerfreundlichkeit: Es ist kein Benutzerkonto oder Setup notwendig. Der/Die Kund:in unterschreibt "on the fly".
- Schnelligkeit: Identifikation und Signatur erfolgen in einem einzigen, geführten Schritt.
- Rechtssicherheit: eIDAS- und ZertES-konforme qualifizierte elektronische Signatur auf höchstem Niveau.
- GwG-konform: Erfüllung der regulatorischen Anforderungen zur Identifikation (KYC).
- Medienbruchfrei: Ideal für vollständig digitale Onboarding-Prozesse ohne Post-Versand oder Vor-Ort-Termine.
- Skalierbar: Optimal für B2C-Szenarien in Finanzdienstleistungen, Versicherungen und öffentlichen Institutionen, da keine personellen Ressourcen (wie etwa bei Video-Ident-Agent:innen) benötigt werden.
Die Rolle der Automatisierung für die Conversion Rate
In hochvolumigen B2C-Märkten ist die Conversion Rate die zentrale Kennzahl. Herkömmliche Verfahren wie Video-Ident führen oft zu hohen Abbruchquoten, da Nutzer:innen nicht auf freie Mitarbeiter:innen warten wollen oder die Lichtverhältnisse im Gespräch nicht ausreichen.
Die One-Shot-Signatur von PXL Vision setzt konsequent auf Auto-Ident. Durch KI-basierte Prüfung von Ausweisdokumenten und biometrischen Merkmalen wird die Identität in Echtzeit verifiziert. Dies sorgt dafür, dass die rechtliche Hürde der QES für den/die Nutzer:in nahezu unsichtbar wird.
Optimalerweise kann der/die Service-Provider:in auch gleich das gesamte Datenpaket der Identifikation abrufen. Somit steht einem durchgängig digitalen Onboarding-Prozess nichts entgegen. Die One-Shot-Signatur macht die qualifizierte elektronische Signatur massentauglich, ohne dass bei Sicherheit, Rechtsgültigkeit oder Nutzererlebnis Kompromisse eingegangen werden müssen.
Flächendeckende B2C Online-Signatur für Unternehmen
Die Wahl des richtigen Signaturverfahrens ist für Unternehmen mit Endkundengeschäft eine Entscheidung über die Wirtschaftlichkeit ihrer digitalen Kanäle. Während die einfache elektronische Signatur (EES) für viele Fälle ausreicht, verlangen hochregulierte Branchen nach der QES.
Das One-Shot-Verfahren ist hier eine sinnvolle Lösung, die Skalierbarkeit und Rechtssicherheit vereint. Unternehmen, die heute auf automatisierte Identitätsprüfung in Verbindung mit Ad-hoc-Zertifikaten setzen, reduzieren nicht nur ihre operativen Kosten, sondern steigern nachhaltig die Zufriedenheit ihrer Nutzer:innen durch einen barrierefreien Prozess.
FAQ
Im Sinne der Datensparsamkeit werden die Daten nur für den Zweck dieser einen Signatur erhoben und verarbeitet. Es entsteht kein lebenslanges Nutzerprofil beim Anbieter. Das minimiert nicht nur das Risiko für die Nutzer:innen, sondern reduziert auch den Compliance-Aufwand für das Unternehmen, das die Signatur anfordert.
Ja, das ist ein entscheidender Vorteil. Sofern moderne Verfahren wie das Auslesen des E-ID-Chips (NFC) oder ein Bank-Ident-Verfahren genutzt werden, erfolgt die One-Shot-Signatur vollautomatisiert in Sekunden. Das eliminiert Wartezeiten in Call-Centern und steigert die Erfolgsquote erheblich.
Da die One-Shot-Signatur auf Auto-Ident setzt, erhalten Nutzer:innen bei Lesefehlern (z.B. schlechtes Licht) sofortiges Feedback in Echtzeit, um den Versuch zu korrigieren. Sollte der Prozess dennoch abgebrochen werden, entstehen für das Unternehmen keine Kosten für ein dauerhaftes Konto. Der Vorgang kann einfach über den ursprünglichen Link neu gestartet werden.
Das für die One-Shot-Signatur ausgestellte qualifizierte Zertifikat ist ein sogenanntes „Kurzzeit-Zertifikat“. Es wird transaktionsbezogen erstellt und verliert kurz nach der Signatur (oft nach wenigen Minuten oder Stunden) seine Gültigkeit für weitere Vorgänge. Die Rechtsgültigkeit des signierten Dokuments bleibt davon unberührt und ist dauerhaft (über Jahrzehnte) verifizierbar.