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    Schweizer e-ID - Das neue Gesetz, die Lösung zur digitalen Identität im Überblick

    Lesen Sie hier, wie die Schweiz mit der neuen e-ID den digitalen Identitätsnachweis staatlich neu definiert und wie PXL Vision Unternehmen schon heute Lösungen bietet, um Identitäten sicher zu prüfen – mit und ohne e-ID.

    DEFINITION Was ist die Schweizer e-ID?

    Die e-ID für die Schweiz ist die geplante staatliche elektronische Identität, mit der sich Bürger:innen und Unternehmen künftig digital ausweisen können. Sie soll den Zugang zu digitalen Verwaltungsdiensten, E-Commerce-Angeboten und Online-Plattformen vereinfachen und dabei höchste Sicherheits- und Datenschutzstandards erfüllen.

    Die Lösung wird vollständig vom Bund verwaltet. Die Identität bleibt im Besitz der Nutzer, der Staat stellt lediglich die Infrastruktur bereit. Ziel ist eine vertrauenswürdige, staatlich garantierte digitale Identität, die sowohl von Behörden als auch von privaten Unternehmen genutzt werden kann.

    BACKGROUND Vom Volks-Nein zum Neustart

    Nach der negativen Volksabstimmung 2021 hat der Bund das Konzept grundlegend überarbeitet. In der erneuten Abstimmung im September 2025 wurde das neue e-ID-Gesetz mit knapper Mehrheit von 50,4 Prozent Ja-Stimmen angenommen. Es befindet sich nun in der finalen Ausarbeitung und soll 2026 eingeführt werden.

    SwiYu Logo
    Die wichtigsten Prinzipien:


    • Staatliche Verantwortung: Nur der Bund darf e-IDs ausstellen.
    • Datenschutz by Design: Daten werden dezentral gespeichert.
    • Freiwilligkeit: Die Nutzung der e-ID ist optional. 
    • Kompatibilität: Die Lösung soll mit der EU-eIDAS-Verordnung interoperabel sein.

    Die Swiyu App ist die offizielle digitale Identitäts-Wallet des Schweizer Bundes. Damit reagiert die Schweiz auf das Bedürfnis nach einer souveränen, transparenten Identitätslösung, die Vertrauen schafft, sowohl bei Bürger:innen als auch bei Unternehmen.

    OUTLOOK Einführung in Etappen: Der Weg zur Schweizer e-ID

    01
    Gesetzliche Grundlage schaffen

    Das Bundesgesetz über elektronische Identifizierungsdienste (E-IDG) soll die Zuständigkeiten und Sicherheitsstandards definieren. Nach der Annahme in der Volksabstimmung vom 28. September 2025 befindet sich das Gesetz derzeit in der Umsetzung. Die Einführung der e-ID ist ab dem dritten Quartal 2026 vorgesehen.

    02
    Technische Umsetzung durch den Bund

    Die e-ID wird als digitale Wallet-Lösung bereitgestellt. Verwaltung, Verifikation und Kommunikation erfolgen über die neue Swiyu App.

    03
    Pilotphase und Rollout

    Erste Tests laufen in Zusammenarbeit mit Bundesämtern und ausgewählten Partnern. Der bundesweite Rollout ist ab 2026 geplant. 

    04
    Integration in Wirtschaft und Verwaltung

    Behörden, Banken und Unternehmen werden die e-ID schrittweise in ihre Prozesse einbinden, z. B. für digitale Vertragsabschlüsse oder Altersverifizierungen

    E-ID phone verification (1)

    e-ID und digitale Identitätsprüfung:
    Zwei Szenarien, ein Ziel

    Mit der neuen e-ID wird ein staatlich anerkannter Standard geschaffen. Doch nicht jede:r Bürger:in wird sie nutzen können oder wollen. Das zeigte bereits die Volksabstimmung vom 28. September 2025, bei der das neue e-ID-Gesetz nur knapp angenommen wurde: 50,4 Prozent stimmten dafür, 49,6 Prozent dagegen. Dieses enge Ergebnis verdeutlicht, dass in der Bevölkerung weiterhin Skepsis gegenüber staatlichen digitalen Identitätslösungen besteht – insbesondere in Bezug auf Datenschutz und Kontrolle über persönliche Daten. Unternehmen benötigen daher flexible Identifikationslösungen, die e-ID-gestützte und alternative Verfahren kombinieren.

    PXL Vision bietet Lösungen für beide Szenarien

    Nicht alle Nutzer:innen werden die e-ID verwenden wollen, sei es aus technischen, rechtlichen oder persönlichen Gründen.

     

    MIT e-ID

    Nahtlose Verifikation über die staatliche Identität – ideal für Behördenprozesse, Banken oder Versicherer.

    OHNE e-ID

    Sichere digitale Identitätsprüfung mithilfe von KI-basierten Verfahren wie Online-Identifikation bzw. Auto-Ident. Ideal für Personen, die keine e-ID erhalten oder verwenden können, oder aus welchen Gründen auch immer keine e-ID wollen.

    Phone e-ID identification verified

    Wie Unternehmen in der Schweiz von der e-ID profitieren

    Gerade für regulierte Branchen wie Finanzdienstleister, Versicherungen oder Telekommunikationsanbieter eröffnet die Schweizer e-ID neue Möglichkeiten für sichere Kundeninteraktionen.

    Vorteile für Unternehmen:

    NEXT STEPS Was Unternehmen jetzt tun sollten

     

    1. Informieren

    Verfolgen Sie die Entwicklungen des e-ID-Gesetzes und prüfen Sie interne Anforderungen.

    2. Analysieren

    Welche Ihrer Prozesse profitieren von einer digitalen Identitätsprüfung mit der neuen e-ID?

    3. Planen

    Setzen Sie auf Lösungen, die sowohl e-ID als auch alternative Verfahren unterstützen. 

    4. Umsetzen

    Mit PXL Vision können Sie Ihre Identifikationsprozesse nahtlos zweigleisig aufziehen - eine Lösung für e-ID UND herkömmliche ID-Dokumente.

    Herausforderungen auf dem Weg zur e-ID Schweiz

    1. Vertrauen und
    Akzeptanz

    Der Erfolg der e-ID hängt davon ab, ob die Bürger:innen Vertrauen in die Lösung entwickeln. Datenschutz, Transparenz und Benutzerfreundlichkeit sind entscheidend, damit sich die e-ID in der Praxis tatsächlich etabliert.

    2. Technische
    Interoperabilität

    Die Schweiz arbeitet an einer Lösung, die langfristig mit der europäischen eIDAS-Verordnung kompatibel sein soll. Diese technische Harmonisierung ist anspruchsvoll, aber essenziell für grenzüberschreitende Anwendungen.

    3. Integration in bestehende Systeme

    Unternehmen müssen ihre digitalen Prozesse anpassen, um sowohl e-ID-basierte als auch alternative Identifikationsmethoden zu unterstützen. Hier kommt PXL Vision ins Spiel: Mit modularen Lösungen, die sich flexibel an alle Anforderungen anpassen lassen.

    VISION Die e-ID als Schlüssel zur digitalen Schweiz

    Mit der e-ID schafft die Schweiz eine sichere, einheitliche Identitätsinfrastruktur, die Bürger, Unternehmen und Verwaltung verbindet. Sie wird zur Grundlage für digitale Verträge, Online-Services und automatisierte Prozesse und stärkt gleichzeitig Datenschutz und Vertrauen.

    PXL Vision begleitet diesen Wandel mit Lösungen, die souveräne Identitäten fördern und medienbruchfreie Nutzererlebnisse ermöglichen. Wir bleiben für Sie nah dran an den weiteren Entwicklungen und werden diese Seite regelmäßig aktualisieren.

     

    Bereiten Sie Ihre Systeme auf die e-ID vor

    Mit PXL Vision gestalten Sie effiziente Identifikationsprozesse – sicher, flexibel und zukunftsfähig. Mit und ohne e-ID.

    Lassen Sie uns gemeinsam schauen, welche Möglichkeiten sich schon heute für Sie anbieten, um frühzeitig e-ID ready zu sein.

    FAQ: Fragen, die uns unsere Kund:innen stellen

    Wer ist für die Schweizer e-ID verantwortlich?

    Die Verantwortung liegt vollständig beim Bund. Er stellt die Infrastruktur bereit, regelt die Datensicherheit und zertifiziert die beteiligten Dienstleister. Private Anbieter wie PXL Vision können e-ID-Verfahren technisch integrieren, haben aber keinen Zugriff auf die staatlichen Identitätsdaten.

    Wie unterscheidet sich die Schweizer e-ID von der eID der EU?

    Die e-ID Schweiz ist eine nationale Lösung mit Fokus auf Datenschutz und Selbstbestimmung.

    Die EU-Lösung (EUDI Wallet) basiert auf der eIDAS 2.0-Verordnung und schafft einen europaweit einheitlichen Rahmen für digitale Identitäten. Beide Systeme sollen künftig interoperabel funktionieren.

    Wann wird die e-ID in der Schweiz eingeführt?

    Nach der Annahme des e-ID-Gesetzes in der Volksabstimmung vom 28. September 2025 befindet sich das Projekt in der Umsetzung. Die Einführung ist frühestens für das dritte Quartal 2026 geplant, zunächst mit einer Pilotphase.

    Wer ist verpflichtet, die Schweizer E-ID zu akzeptieren?

    Die Schweizer e-ID ist weder für Privatpersonen noch für Unternehmen verpflichtend. Die Bürger:innen können selbst entscheiden, ob sie den digitalen Personalausweis beantragen und nutzen möchten. Behörden, die öffentliche Aufgaben wahrnehmen, müssen die e-ID jedoch für die elektronische Identifizierung akzeptieren. Das Gleiche gilt für Organisationen, die öffentliche Aufgaben wahrnehmen.

    Welche Schritte müssen Unternehmen durchführen, um die e-ID in ihre Lösungen zu integrieren?

    Aus technischer, betrieblicher und rechtlicher Sicht ist eine Planung erforderlich. Sowohl Unternehmen als auch Behörden können digitale Berechtigungsnachweise für ihre Dienste direkt in der Swiyu Wallet ausstellen. Diese stehen den Kund:innen sofort zur Verfügung. Weitere Informationen finden Sie hier. 

    Mit PXL Ident wird PXL Vision die Schweizer e-ID bereitstellen und verwalten. Kund:innen können konfigurieren, welche Identifizierungsmethoden für ihren Anwendungsfall unterstützt werden sollen. Das bedeutet, dass Unternehmen 100 % ihrer Nutzer:innen unterstützen können, unabhängig davon, ob diese über eine Schweizer e-ID verfügen.

    Wie genau wird PXL Vision die Schweizer e-ID in den Identifizierungs-Workflow von PXL Ident integrieren?

    Diese Frage kann nur im Zusammenhang mit einer End-to-End-Integration für einen bestimmten Anwendungsfall eines Kunden beantwortet werden. Der Ansatz von PXL Vision besteht darin, eine Hybridlösung anzubieten, die verschiedene Identifizierungsmethoden bereitstellt, um die Conversion Rates zu maximieren. Dadurch wird sichergestellt, dass im Falle eines Abbruchs einer ausgewählten Identifizierungsmethode nahtlos auf eine andere zurückgegriffen wird. Der Ablauf folgt dem Muster App > Browser > Swiyu-App, das wir bereits heute verwenden. Angesichts der zu erwartenden Koexistenz verschiedener Methoden halten wir dies derzeit für eine vielversprechende, auf die Konversionsrate ausgerichtete Lösung. Sobald eine hohe Akzeptanzrate erreicht ist, werden wir eine direkte App-zu-App-Lösung entwickeln.

    Ist zu erwarten, dass die e-ID die NFC-Technologie für andere Validierungszwecke nutzen wird?

    Da diese Frage nicht direkt mit dem Thema der Integration der e-ID in PXL Vision zusammenhängt, können wir sie nur auf der Grundlage unseres Verständnisses und mit Vorbehalten beantworten. Derzeit gibt es keine Pläne, die NFC-Technologie für die Schweizer e-ID zu nutzen. Da die Architektur und der rechtliche Rahmen jedoch ausdrücklich technologieneutral sind, könnten NFC und andere kontaktlose Validierungsmethoden in Zukunft integriert werden.

    Unterstützt die Schweizer e-ID vordefinierte Anmeldedaten? Und wird PXL Vision auch die Erstellung und Verwaltung selbst ausgestellter Zertifikate unterstützen?

    Zunächst werden wir uns auf die Verifizierung der Schweizer e-ID konzentrieren, um unsere Methoden zur Online-Identitätsprüfung zu erweitern, die Konversionsraten zu steigern und die Registrierung für User:innen einfacher und sicherer zu gestalten.
     
    Die Ausstellung oder Verwaltung selbst ausgestellter Anmeldedaten ist jedoch derzeit nicht Teil unserer Roadmap. Wir erkennen das Potenzial dieses Bereichs und haben Ideen für die zukünftige Entwicklung, diese Pläne sind jedoch noch nicht detailliert und erfordern mehr Zeit für die Konzeption und Abstimmung mit spezifischen Anwendungsfällen und regulatorischen Anforderungen. Wenn Sie jedoch besondere Anforderungen oder Szenarien für selbst ausgestellte Zertifikate im Sinn haben, würden wir diese gerne im Rahmen der Entwicklung unserer Roadmap weiter diskutieren.



    Welche personenbezogenen Daten erhalte ich, wenn ich mich mit der e-ID über PXL Ident identifiziere?

    Diese Attribute sind im e-ID-Gesetz definiert. 

    Gemäß Schweizer e-ID-Gesetz enthält eine e-ID die folgenden personenbezogenen Identifikationsdaten: offizieller Nachname, Vornamen, Geburtsdatum, Geschlecht, Geburtsort, Staatsangehörigkeit und ein Gesichtsbild, das entweder aus dem Informationssystem für Ausweisdokumente (ISA) oder dem Zentralen Migrationsinformationssystem (ZEMIS) stammt. Diese Daten werden in amtlichen Registern gespeichert, auf die fedpol gemäß Artikel 11 Absatz 3 Zugriff hat. Wenn ein Prüfer einen Nachweis verlangt, kann der Inhaber ihm alle oder einen Teil dieser Daten zur Verfügung stellen.

    Jede vertrauende Partei muss den Verwendungszweck von digitalen Identitätsbörsen definieren und dabei auch die Daten angeben, die von den Nutzer:innen angefordert werden sollen.

    Zusätzlich zu den personenbezogenen Identifikationsdaten enthält eine e-ID weitere Informationen. Dazu gehören die AHV-Nummer (Sozialversicherungsnummer), die e-ID-Nummer, das Ausstellungsdatum, das Ablaufdatum, Angaben zum bei der Ausstellung verwendeten Ausweisdokument, insbesondere Art, Nummer und Gültigkeitsdauer des Dokuments, sowie Angaben zum Ausstellungsprozess (diese sind auf Verordnungsstufe näher geregelt).

    Welche Maßnahmen sind für die Integration von e-ID erforderlich? Inwieweit kann man auf die Unterstützung von PXL Vision zählen?

    Nach unseren aktuellen Plänen wird die Integration innerhalb der bestehenden PXL Ident API erfolgen. Die Konfiguration wird um e-ID-Wallets und die entsprechenden Identifikatoren für die vertrauenden Parteien erweitert. Auch die Standardausgabeformate werden aktualisiert, um die aus den Wallets ausgelesenen Daten einzubeziehen. Unser Ziel ist es, den Aufwand für unsere Kund:innen so gering wie möglich zu halten und ihnen weiterhin individuelle Unterstützung durch unsere Projectmanager:innen anzubieten.